Hanington-School

Willkommen zu unseren Real Life Rpg zu einen Internat in Irland. Werden es alle Schüler zwischen Liebe, Schulstress und Freundschaft schaffen ihren Abschluss zu machen?
 
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 Musikzimmer

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Jonathan Hunt
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BeitragThema: Musikzimmer   So Mai 10, 2009 10:07 pm

In diesem Zimmer findet nicht nur der Musikunterricht statt, sondern ist er auch für jeden frei zugänglich um in Freistunden mal zu üben.
Ein großer Flügel steht in der Mitte des Raumes, in einem kleinen abgeschlossenen Kämmerchen liegen noch weiter Instrumente.

Jonathan kam in das Zimmer, auf einmal war er unglaublich müde. Als er sich an den Flügel setzte, wusste er erst nicht was er spielen sollte. Dann bahnte sich eine traurige Melodie den Weg aus dem Flügel.
Musik war für ihn schon immer eine Art gewesen, das auszudrücken, was er sonst nicht durfte. Jetzt wurden die Klänge härter, schneller und wütender.
Er dachte nach. Es war ein komischer Tag, er hatte komische Denkweisen und er wollte verdammt noch mal nicht hier sein.
Er kam sich so verdammt unerwünscht vor.
Immer wenn er Klavier spielte, musste er nicht die Maske tragen, die er in der Öffentlichkeit immer anhatte, er konnte ganz er selbst sein. Doch hatte er Angst davor, dass irgendjemand ihn entdecken würde, und somit seine Schwächen kannte. Es gab für ihn nichts schlimmeres, als das jemand versuchen könnte ihm zu schaden. Er hasste Menschen, die anderen Schaden wollten nur damit es ihnen besser ging. Deshalb versuchte er so beliebt wie möglich zu sein und mit jedem Auszukommen, damit niemand versuchte in seinem Leben herumzustochern.
Er trennte Schule und Privates sehr und wenn jemand versuchte diese Grenze zu überwunden wurde er böse. Es war seine Sache, was er von sich preisgeben wollte und was nicht, also konnte es den Anderen doch ziemlich egal sein, oder?
Nun ging es erstmal darum sich wieder Freunde zu machen. Er konnte es nicht gebrauchen, dass jemand mehr über ihn wissen wollte, als nötig war.
Er hatte zwar eine reine Weste, aber trotzdem wollte er niemand den Anlass dazu geben, ihn interessant zu finden. Das war er nicht.

Die Musik brach mit einem Mal ab. Tränen hatten sich in seinen Augen gesammelt, er wusste nicht warum. Jedoch durfte ihn niemand so sehen, das war klar. Schnell wischte er sich die Tropfen aus den Augen und fing wieder an zu spielen. Eine immer lauter werdende, aber eintönig und dadurch hypnotisch wirkende Melodie entwickelte sich.
Sein Kopf war leer. Alles worüber er nachdachte, war weg, drückte sich in der Musik aus.


Zuletzt von Jonathan Hunt am Di Mai 12, 2009 4:10 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Elizabeth Hemingway
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   So Mai 10, 2009 10:29 pm

Mit einem leisen Knarren öffnete die hübsche Elizabeth die hölzerne Tür des Musiksaales -ein leises Geräusch, welsches der zierlichen Hemingway für gewöhnlich ein vorfreudiges Lächeln auf das feingeschnittene Gesicht zauberte. Nicht jedoch an diesem heutigen Tage, der in Lizzys Augen jetzt schon verloren schien. Wie konnte ein Tag gut werden, der angefangen hatte wie dieser?
Sie hatte kaum bzw. nicht viel geschlafen! Wenn man die 2 Stunden zwischen drei und fünf Uhr als erholsam bezeichnen wollte, dann mochte man vielleicht behaupten, dass sie geschlafen hatte, doch selbst in dieser Zeit, in der sie nicht mit offenen Augen da gelegen und aus dem Fenster gestarrt hatte, hatte die Schülerin keine Ruhe finden können. Wilde Träume hatten sie verfolgt, Träume, in denen sie immer wieder Bilder und Vorstellungen sah, die ihr Angst machten, eine so reale und berechtigte Angst, dass ihr die bloße Erinnerung daran, eine schaudernde, unangenehme Gänsehaut über Rücken jagen ließ.
Wieso nur in aller Welt schienen ihre Eltern auch jetzt - wo sie sich mehrere Stunden von ihrem eigentlichen zu Hause entfernt hatte - noch immer einen solch bemerkenswerten Einfluss, auf sie zu haben?
Sie war ans Hanington gekommen um dem ständigen Drill ihrer Eltern zu entgehen, sich eigene Freiräume zu schaffen und sich neues Selbstbewusstsein aufzubauen, dass solche Träume stehts wieder aufs neue zu Nichte machten.
Kopfschüttelnd strich sich Elizabeth eine Strähne ihres langen, rotbraunen Haares zurück, welches sich aus dem für sie ungewohnt strengen Zopf gelöst hatte, den sie sich am Hinterkopf zusammengebunden hatte.
Seltsam fahl wirkte das sonst so strahlend glänzende Haar heute, ebenso ihr Gesicht, blass und freudlos, ein Eindruck, der von den nicht zu leugnenden Ringen unter ihren blauen Augen nur noch bestätigt wurde.
Sie wirkte müde und traurig, kraftlos und bedrückt.
Lizzy verfluchte sich selbst dafür, dass man ihr so leicht ansehen konnte, was in ihr vorging. Sie hätte sich aufwändig schminken und ihr Haar in Form fönen können, doch wem hätte das schon genutzt? Völlig in Gedanken versunken, ließ sie die schwere Holztür hinter sich ins Schloss fallen. Erst jetzt war ihr aufgefallen, dass sie sich nicht alleine in dem großen dunklen Musiksaal befand. Ein ihr noch völlig unbekannter Junge hatte sich am Flüge niedergelassen, was ihr jedoch bis jetzt gar nicht weiter aufgefallen war. Die hypnotische Melodie die durch dem Raum dröhnte, ließ ihr einige wohlig warme Schauer über den Rücken jagen, ehe sie sich ohne auch nur einen Mucks von sich zu geben, auf dem dunklen Dielenboden niederließ. Was dieser Junge hier fabrizierte gefiel ihr und sie wollte ihn wirklich keines Falls unterbrechen oder aus der Ruhe bringen. Schließlich war er seit ihrer Ankunft der erste Musiker dem sie hier begegnete.
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Jonathan Hunt
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   So Mai 10, 2009 10:43 pm

Jonathan war in Trance versunken. Das ständig wiederkehrende melanchonische Thema, seine Finger die wie automatisch über die Tasten flogen, als das spürte er nicht mehr. Er hörte nur noch was er spielte mehr nicht.
Doch am Rande seines Bewusstseins merkte er etwas. Es dauerte nicht lange bis er wieder vollkommen in diese Welt zurückgekehrt war. Schlagartig öffnete er seine blauen Augen und schaute was passiert war. Hier war jemand...Er mochte es eigentlich nicht, wenn ihm jemand zuhörte, weshalb er die Hoffnungen seiner Großeltern später mal Konzertpianist zu werden, gleich nach dem Vorschlag zunichte gemacht hatte.
Ein hübsches Mädchen sah auf dem Dielenboden, die Beine überkreuzt, den Kopf gesenkt, sodass ihr Strähnen des braunes Haares in die Augen fielen.
"Oh...ich hab dich gar nicht bemerkt", sagte er, wobei er leicht verlegen wurde. Vielleicht wollte sie auch spielen, also stand er lieber auf und drehte sich auf dem schwarzen Klavierhocker zu ihr.
"Bist du auch neu hier? Ich bin heute erst angekommen und heiße Jonathan, aber es nennen mich eh alle Jo. Wer bist du?", fragte er und legte wieder die Maske, des freundlichen und immer lächelnden Menschens auf.
Irgendwie sah sie ein bisschen unglücklich aus, ihre Haare hingen lax herunter, das Gesicht schien fahl, die Wangen eingefallen. Und trotzdem wirkte sie irgendwie wie eine Elfe, zierlich und gebrechlich. Er schüttelte sich mit einer gekonnten und bestimmt tausendmal durchgeführten Bewegung die Haare aus der Stirn.
Er war hier auch nicht gerade glücklich. Immernoch hatte er das Gefühl, dass er allen im Weg war und seine Großeltern ihn nur deshalb hier her geschickt hatten, damit er eben nicht seine Geschwister störte.
Es machte ihn traurig. Er war doch schon so lange als Kind weg gewesen,auch wenn er keine Erinnerung an diese Zeit mehr hatte, war es für ihn schrecklich gewesen sich wieder in seine richtige Familie einzuleben.
Immernoch fühlte er einen Stich in der Brust, wenn er daran dachte, dass er als kleiner Junge versucht hatte, seine Schwester zu töten. Das Mädchen war wundervoll. Er liebte seine Schwester.
Doch niemand sollte je Erfahren, dass er mal Pflegekind war, dass seine Familienbande mehr oder minder nicht vorhanden waren, dass er immer um seinen Platz gekämpft hatte.
Also schaute er das Mädchen wieder lächelnd an. Die ganze Zeit in der er jetzt nachgedacht hatte, war keine Regung über sein Gesicht gelaufen, niemand hätte bemerkt was wirklich in ihm vorging.
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Elizabeth Hemingway
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   So Mai 10, 2009 11:07 pm

Müde hatte sich die schöne Hamingway auf dem Dielenboden des Musiksaales zusammengerollt. Es war wahnsinnig beruhigend dem unbekannten Jungen, bei seinem geschickten Spiel zuzusehen. Seine Finger flogen graziös - wie bei einem Tanz - über die abgeblätterten Tasten des alten Klaviers, was Elizabeth fast vergessen ließ, was in dieser Nacht vorgefallen war. Ihre Arme fest um den eigenen Körper geschlungen, lauschte sie der ständig wiederkehrenden Melodie ihres Gegenübers, ehe sie wenige Augenblicke später, zu ihrem eigenen Entsetzen, feststellen musste, dass er sie bemerkt hatte, was ihn sogleich dazu veranlasste mit dem Spielen aufzuhören.
Er durfte nicht aufhören, das war einfach nicht gerecht! Nicht, wenn man bedachte, wie wenig erholsam die Nachtruhe gewesen war, wenn man von Albträumen heimgesucht wurde, die einem kalten Angstschweiß über den Rücken jagten, weil sie Horrorszenarien präsentierten, die einfach nicht geschehen durften und weil sie eine derartige Furcht vermittelten, dass man sich beim Erwachen kaum noch sicher sein konnte, ob es sich wirklich bloß um einen Traum gehandelt hatte.
Viel schlimmer konnte nur der Moment sein, den die junge Hamingway gerade durchmachte. Die rücksichtslose Erkenntnis, die einen wie ein Hammer traf, wie ein Messer, von hinten in die Brust gerammt, dass eben doch nicht alles so einfach beiseite gewischt werden konnte. Begleitet von einem unzufriedenen Seufzen, hob Lizzy den Kopf, um ihre neue Bekanntschaft - diesen begnadeten Musiker - besser sehen zu können. Ein zaghaftes Lächeln spiegelte sich auf ihren Lippen wieder, ehe sie leise antwortete: "Hey... ist nicht so schlimm! Ich wollte eigentlich auch gar nicht, dass du mich bemerkst. Diese Melodie gerade, war wirklich unbeschreiblich." Lahm strich sich die zierliche Schülerin erneut die wirren Haare aus dem Gesicht und merkte erst jetzt, dass diese ganz feucht waren. Tränen, viel zu viele Tränen waren daran schuld. Ihr elfengleiches Gesicht errötete, bevor sie sich einmal kurz räusperte und dann fortfuhr: "Ich bin auch noch ziemlich neu hier. Um ehrlich zu sein bin ich erst vor knapp zwei Wochen hier angekommen. Ich heiße Elizabeth. Elizabeth Hemingway! Und tut mir nochmal leid für gerade eben, ich... naja... ich wollte dich wirklich nicht rausbringen! Weißt du ich spiele nur selbst ein wenig Klavier und habe bisher noch keinen vergleichbaren Menschen, wie dich, an dieser Schule getroffen!"
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Jonathan Hunt
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Di Mai 12, 2009 4:20 pm

Er wurde rot und schüttelte sich wieder die Haare aus der Stirn. Immer wenn er etwas verlegen wurde, nicht wusste was er tun sollte oder ihm etwas unangenhem oder unbekannt war, fing er damit an.
"Danke.", antwortete er lahm. Das Wort lag wie toter Fisch in seinem Mund, fühlte sich irgendwie abgenutzt und träge an. Das Mädchen - Elizabeth - lag hier und weinte und er sagte nur danke?
"Was ist mit dir los?", fragte er leise, stand auf und ging zu ihr herunter. ER setzte sich in die Hocke um auf ihrer Höhe zu sein, da sie immernoch auf dem Boden saß. Sie sah verdammt unglücklich aus, ihre Wangen waren Tränennass, die Augen gerötet und müde. Sonst war er ja nicht so direkt und ließ fremden Menschen ihre Ruhe, doch irgendwie fühlte er, dass dieses Mädchen ein bisschen Zuwendung brauchte - auch wenn diese sich vielleicht nur in einer schönen Melodie wiederspiegelte.
"Wenn du magst, kann ich auch weiterspielen, du kannst dich auch neben mich setzen.", murmelte und legte dann den Finger unter ihr Kinn um sie besser ansehen zu können.
Sie erinnerte ihn ein bisschen an seine Mutter, oder bessergesagt die Bilder die er von seiner Mutter noch kannte, schließlich war die Erinnerung an sie doch nur noch sehr spärlich vorhanden.
"Naja, wir sind ja beide neu, deshalb...kannst du noch nicht so viele Menschen getroffen haben. Außerdem bin ich gar nicht so gut. Ach, du hast mich nicht wirklich rausgebracht, ich war nur verwirrt, da ich eigentlich nicht bemerkt habe, dass jemand hineingekommen ist."
Er sah in ihre großen puppenartigen Augen.
Plötzlich hatte er das Bedürfnis, dass kleine und so gebrechlich aussehende Mädchen einfach nur in den Arm zu nehmen und aufzuheitern.
Aber er ließ es lieber, schließlich hatten sie bis jetzt noch nicht viele Worte gewechselt und so etwas tat man einfach nicht.
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Elizabeth Hemingway
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Di Mai 12, 2009 10:50 pm

Nur für einen kurzen Moment kam es Elizabeth so vor, als stände sie neben sich selbst und würde von Außen auf das Geschehen blicken. Sie sah sich, in einer verwaschenen, alten Jeans und einem weißen Top am Boden sitzen, während ihr das Haar - welches sie fest zusammengebunden hatte - sanft über die Schultern fiel. In ihren Ohrläppchen steckten kleine silberne Stecker, die sie vor einiger Zeit nach einem Konzert von ihrer Mutter geschenkt bekommen hatte. Lizzys schmale Hände lagen auf ihren Knien und ihr Blick klebte an Jonathan, der diesem Blick seinerseits tapfer standhielt. Er wirkte nachdenklich, fast ein wenig zerstreut, was der schönen Hemingway einen dicken Kloß im Hals bescherte. Denn obwohl sie den Jungen der ihr hier gegenüber saß kaum kannte - wollte sie das er wieder lächelte - wie er es nur kurze Zeit zuvor getan hatte.
Fast ein wenig erschreckt, stellte sie fest, wie gut alles ineinander passte, es war seltsam und fremd, doch so unterschiedlich sie auch waren, es wirkte derartig harmonisch, dass es ihr fast unheimlich war und ihr unwillkürlich einen Schauer über den Rücken jagte.
Er, groß, blond und kühl wirkend, neben ihr, klein, zierlich, dunkelhaarig - nichts passte zueinander – und dennoch war es in diesem Augenblick vollkommen perfekt.
Elizabeths Träumereien wurden jäh unterbrochen, als sich eine starke Hand unter ihrem Kinn spührte, welches sich um dieses schloss, als könne sie es mit Leichtigkeit zerquetschen und dennoch so sanft und zärtlich vorging, sodass Lizzys Wangen sogleich erröteten.
"Was ist mit dir los? Wenn du magst, kann ich auch weiterspielen, du kannst dich auch neben mich setzen." Es dauerte einige Augenblicke, bis die schöne Hemingway jedes einzelne Wort auch wirklich wahrgenommen hatte. Angespannt biss sie sich einmal fest auf die Unterlippe, ehe sie kaum hörbar schniefte: "Nichts... es... es ist schon alles gut! Ich naja... ich glaube einfach das alles hier ist noch etwas viel für mich und dann noch dieses unglaubliche Lied... Ich... naja... es ist sagenhaft schön sojemand talentierten wie dir zuzuhören und ja... ich würde mich nur zu gerne zu dir setzen!" Ein warmherziges Lächeln umspielte ihre sanftgeschwungenen Lippen, als sie fortfuhr: "Du glaubst gar nicht was für einen Gefallen du mir damit tun würdest, wenn du mich nicht gleich wieder rücklinks aus dem Musiksaal hinauswirfst. Ich... naja... ich werde auch versuchen dich nichtmehr allzu sehr zu stören!"
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Mi Mai 13, 2009 8:01 pm

Er lachte. Wieder war es ein glockenklares Lachen, kleine Flätchen bildeten sich dabei um seine kühlen blauen Augen. "Nein, ich werd dich schon nicht rauswerfen. Warum sollte ich auch. Ich war nur sehr überrascht, weil ich meistens nicht spiele, wenn Menschen dabei sind und naja, ich denke nicht dass du mich stören wirst, also kannst du ruhig hier bleiben.
Spielst du auch in Instrument, oder warum hast du dich in den Musiksaal geflüchtet? Ich meine, außer Klavier.", als er sprach löste er seine Hand von ihrem zarten Kinn. Er spannte die Hand einmal kurz an, ließ sie wieder locker und ging auf das Klavier zu.
Ihm war irgendwie warm geworden, weshalb er seine schwarze Jacke aus schwerem Baumwollstoff auszog, wodrunter ein dunkelblauer Pullover zum Vorschein kam, aus dessem Ausschnitt der Kragen eines schwarzen Hemdes zum Vorschein kam. Er legte schließlich viel Wert auf seine äußere Erscheinung. Die dunkle, am Bein etwas engere Jeans lockerte sein Oufit allerdings wieder auf, schließlich wollte er gepfelgt und elegant aussehen, jedoch aber auch sportlich und seinem Alter entsprechend.
Er musste heute ja auch noch zu dem Rektor fiel ihm ein, eigentlich hatte er wirklich gar keine Lust auf dieses Treffen, es war bestimmt nur ermüdend und er musste sich häßliche Flosken eines fiesen Lehrers anhören; darauf konnte wirklich verzichten.
"Gibt es irgendein Lied was du gerne hören möchtest? Die Mondscheinsonate vielleicht, oder etwas von Yann Tiersen?", fragte er als er wieder auf dem Klavierhocker platz nahm, der mit schwarzem Leder bezogen war.
Irgendwie ist sie ja schon süß, dachte er sich und grinste. Schließlich hatte er das heute schon öfters gedacht. Aber irgendwie war es bei ihr ein bisschen anders, es war so eine subtile Spannung zwischen ihnen, aber nicht im schlechten Sinne.
Er wusste einfach nichts mit diesem Gefühl anzufangen, weshalb er es beiseitewarf und ein Lied spielte, während er auf ihre Antwort wartete.
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Elizabeth Hemingway
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Mi Mai 13, 2009 8:53 pm

Nahezu wehmütig betrachtete Elizabeth Hemingway den hübschen Jonathan aus dem Augenwinkel heraus, während sie sich doch zugleich darauf konzentrierte, ihre völlig zerwühlten Haare wieder in ihre ursprüngliche Form zu zupfen.
Noch immer übervoll an Gedanken und Gefühlen, fiel es der zierlichen Schülerin wahnsinnig schwer - ihren Blick - von dieser so beeindruckenden, neuen Bekanntschaft abzuwenden. Jo's glockenklares Lachen in Verbindung mit den kleinen Fältchen, die sich dabei um seine kühlen, blauen Augen bildeten, ließ der schönen Hemingway das Herz aufgehen. Wie sehr hatte sie sich doch noch vor wenigen Tagen davor gefürchtet, eine völlig normale Schule zu besuchen. Schließlich war sie bis jetzt immer zu Hause von einem Privatlehrer unterrichtet worden, was man keinesfalls mit diesem Internat vergleichen konnte.
Lizzy hatte ihre Schulzeit vom ersten Tag an genossen, hatte begierig das Wissen, das die Lehrer geduldig vermittelten, aufgesaugt und sich bis jetzt doch nicht wirklich heimisch gefühlt. Ihr fehlten passende Gesprächspartner - eben Menschen die ihr ähnlich waren. Und nun kam Jo, ein hübscher, anfänglich etwas kühl wirkender junger Mann, der Lizzy innerhalb von Sekunden auch die letzten Ängste nehmen konnte. Ein verschmitzes Lächeln sollte sich sogleich auf ihren wohlgeformten, roten Lippen breitmachen, als sie völlig gelassen, antwortete: "Ich weiß was du meinst. Ich spiele am Liebsten auch für mich selbst bzw. für Menschen die mir besonders wichtig sind und die meine Musik auch zu schätzen wissen!"
Mit einer besonders schwungvollen Bewegung - die der einer Katze glich - stemmte sich die schöne Hemingway vom Boden ab, um sich elegant neben Jonathan - auf dem mit dunklen Leder bespannten - Klavierhocker fallen zu lassen. Erst jetzt sollte sie feststellen, wie erstaunlich gut ihre Bekanntschaft eigentlich roch, was ihn - neben seinem gepflegten Äußeren und seiner netten Art - in ihren Augen noch gleich viel sympatischer machte. "Ich spiele neben Klavier noch etwas Geige...", nuschelte sie beiläufig und so gelangweilt wie möglich, schließlich musste sie Jo nicht gleich am ersten Tag auf die Nase binden, was der Rest der Welt von ihrem musikalischen Talent dachte und dass sie - wenn es nach ihren Eltern ginge - nicht hier, sondern in einer überfüllten Konzerthalle sitzen würde!
"Hmm... wenn du mich schon so fragst, würde ich am Liebsten von Jonathan hören. Dass was du da vorhin so vor dich hin gespielt hast, fand ich nämlich wirklich außerordentlich beeindruckend!", bemerkte sie verlegen, ehe sich ihre zarten Wangen in einem dunken Rosé färbten.
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Jonathan Hunt
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Mi Mai 13, 2009 9:14 pm

Seine Ohren verfärbten sich rosa, was man durch seine vollen dunkelblonden Haare Gott sei Dank gerade nicht bemerkte. Auch wenn ihn mancher seiner alten Klassenkameraden durchaus als Frauenheld bezeichnen würden, wurde er trotzdem etwas nervös, als Elizabeth sich neben ihn setzte, sein Herz schlug schneller auf einmal war ihm auch in seinem Hemd warm. Er ließ sich gedoch nichts anmerken und sah sie einen Moment lang sehr eindringlich an.
"Wenn du das schon so sagst, spielst du bestimmt sehr gut Geige, besser als ich allemal.", meinte er nur und lächelte sie an. Er kannte diese Art von seiner Schwester, die auch sehr gern mal herumdruckste, wenn es um Sachen ging, die sie gut konnte. Seine kleine Schwester war wirklich die Beste darin sich einzureden etwas nicht zu können und suchte die Fehler immer erst bei sich. Irgendwie schien das in seiner Familie nicht ungewöhnlich zu sein, er tat das schließlich auch. Doch war es bei ihm nicht mehr so ausgeprägt, da er vor einigen Jahren begonnen hatte sich zu ändern. Er nahm eine ihrer kühlen Hände in die Hand; ihre Finger wirkten unglaublich filigran, es zeichneten sich aber kurz vor den Fingern leichte Dellen ab. Sie hatte also heute schon Geige gespielt. "Macht es dir denn auch Spaß oder...bist du jemand von denen die nur spielen, weil es von ihnen erwartet wird, weil sie ja talentiert sind?", fragte er.
Dann entschied sie sich dafür etwas von ihm hören zu wollen. Er wurde wieder nervöser, normalerweise spielte er einfach so vor sich hin und jetzt sollte er sozusagen auf Abruf etwas spielen.
Er setzte seine langgliedrigen Finger auf die Tasten, spielte erst sehr traurige melanchonische und dunkle Töne, die immer weiter anschwollen und dadurch eine gewisse Bedrohlichkeit ausstrahlten. Er schraubte dann die Intensität herunter, dafür begann er aber ein schnelleres Tempo zu spielen und setzte über die tiefen Töne ein hohes Thema. Dieses endete mit einem Mal aptrupt und er schlug wieder sehr hohe Töne an, die diesmal das tiefe Thema imitierten. Dann enstand ein neues.
Wieder war er komplett versundenk in seine Welt. Sein Blick war starr auf das Klavier gerichtet, hetzte mit seinen Fingern über die Tasten. In seinem Kopf enstanden immer wieder neue Zusammenschübe der Melodie, neue Themen. Er nahm großzügig Pedal. Jetzt konnte er nicht mehr aufhören, er hatte vergessen das das Mädchen neben ihm saß und spielte einfach nur noch. So etwas war ihm noch nie passiert. Eigentlich konnte er nicht spielen, konnte er nicht in diese Welt versinken, wenn jemand neben ihm saß.
Doch jetzt gelang es.
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Elizabeth Hemingway
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Mi Mai 13, 2009 9:48 pm

Tief einatmend straffte Elizabeth ihre schmalen, aber trainierten Schultern, strich sich das dunkelbraune, seidige Haar aus dem puppenhaft perfekten Gesicht und schüttelte energisch den Kopf, ehe sie noch immer leicht verlegen antwortete: "Hmmm... ich denke, ich spiele weder besonders gut noch besonders schlecht. Bei deinem musikalischen Talent glaube ich kaum, dass ich mit dir mithalten könnte!" Lizzy zuckte kurz mit den Achseln, ehe sie vorsichtig den Blick senkte. Ihre zarten, feingliedrigen Hände ruhten noch immer in ihrem Schoß, als sie daran dachte, wie lange es ihr wohl gelingen würde, ihr Talent - hier auf dieser Schule - geheim zu halten. Denn auf eine Sache war die hübsche Hemingway definitiv nicht aus und das war eine "Sonderbehandlung!". Es reichte schon, wenn man sie zu Hause wie eine Aussätzige anstarrte. Lizzy wollte nicht viel mehr als einmal sie selbst sein, ohne großen Erwartungen entsprechen zu müssen.
Noch immer in ihren Gedanken versunken, brachte der plötzliche Kontakt von Seiten ihres Gegenübers - Elizabeth nun völlig aus dem Konzept. Ihr Kopf, welchen sie zuvor gen Boden gesenkt gehalten hatte, schnellte nun hinauf zu Jonathan - der eine ihrer zierlichen Hände in den seinen hielt und diese neugierig musterte.
"Macht es dir denn auch Spaß oder...bist du jemand von denen die nur spielen, weil es von ihnen erwartet wird, weil sie ja talentiert sind?" Es dauerte einen kurzen Augenblick, bis die schöne Hemingway, die volle Bedeutung des eben gesagten Satzes in sich aufgenommen hatte. Völlig verdattert und erschrocken, zog sie ihre schmale Hand aus den seinen, ehe sie kaum hörbar murmelte:"Ich... ich... naja... ich weiß es gar nicht so genau! Wahrscheinlich trifft beides auf mich zu." Unsicher und unruhig, hatte Lizzy ihren Blick wieder gen Boden gesenkt. Sie fühlte sich ertappt - ertappt und durchschaut. Wieso sagt er solche sachen? Ich... ich... eigentlich sollte er mich nicht so gut kennen!
Wahrscheinlich hätte Elizabeth erneut zu weinen begonnen - warum sie derweilen zu solchen Gefühlsausbrüchen neigte, wollte ihr selbst nicht ganz in den Kopf gehen, aber es musste wohl mit der neuen Situation zusammenhängen - hätte Jo just in diesen Moment nicht damit begonnen, seine starken Finger über das alte Klavier wandern zu lassen. Völlig fasziniert und zugleich beglückt von diesem beeindruckenden Können, entspannte sich Lizzy, um sich voll und ganz von der Musik einnehmen zu lassen. Noch ehe sie sich versah, hatten sich auch ihre schmalen Finger auf die Tasten des Flügels gelegt, um Jonathan durch einige wohl überlegte Klänge in seinem Tun zu unterstützen.
Noch nie zuvor, hatte sie das Gefühl gehabt, genau zu wissen in welche Richtung ihr Gegenüber seine eigens erdachte Melodie treiben würde.
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Do Mai 14, 2009 12:09 am

Als er plötzlich Lizzies schlanke Finger mit über das Klavier fliegen sah, wollte er aprupt abbrechen, da er aus seiner Trance gerissen wurde, doch irgendwie flogen seine Finger wie von ganz alleine über das alte Klavier. Auch wenn er es wirklich gewollt hätte, seine Finger hätten sich jetzt nicht von den Tasten gelöst. Als das Mädchen mit in seine Melodie einstieg, war er überwältigt.
Er hatte noch nie jemanden getroffen, der so genau wusste, was er mit ihm zu spielen hatte, da er ja nur improvisierte. Doch anscheindend wusste sie ganz genau was zu tun war, was ihm wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Das Mädchen ist perfekt, dachte er sich schmunzelnd. Sie war unglaublich begabt, sah gut aus und war wahrscheinlich noch eine super Schülerin, also alles was jeder gern sein wollte. Sein Lächeln verformte sich zu einem Grinsen, als er das Stück beendete und ihre Hände auf dem Klavier sah. Sie passten so, als würden sie für immer dahingehören.
"Und jetzt sag mir ja nicht, dass du es nicht drauf hast! Wahrscheinlich bist du eins dieser Wunderkinder, die einfach alles können. Ich meine, so wie du Klavier spielst...Jetzt möchte ich mal etwas von dir hören! Und wehe du spielst jetzt vorsätzlich schlecht", er drohte ihr lachend mit dem wackelnden Zeigefinger", dann bekommst du etwas auf die Ohren. Oh und...willst du mir nicht auch mal zeigen was du auf der Geige spielst? Du hast sie ja bestimmt hier...mich interessiert das sehr, vielleicht kannst du mir ja etwas von deinen Stücken beibringen.", er überschüttete sie förmlich mit seinem Redeschwall, so begeistert war er von ihr. Doch es war nicht so, dass sie für ihn jetzt eine Sonderstellung verdient hätte, er fand es einfach toll jemanden zu treffen, der sich anscheinden genauso für Musik interessierte wie er selbst. Das war ihm noch nicht oft passiert. Die meisten Mädchen hatten irgendwann mal für ein oder zwei Jahre Klavier gespielt, konnten ein bisschen was, aber verdanden es nicht wirklich. Jetzt kam sie und war vollkommen anders. Es verblüffte ihn.
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Do Mai 14, 2009 7:21 pm

Es war seltsam. Elizabeth hatte schon viele verschiedene Menschen kennen gelernt, einige von ihnen hatte sie von Anfang an sympathisch gefunden, war mit ihnen auf einer Wellenlänge geschwommen und nicht selten hatten sich auch Freundschaften entwickelt. Andere Menschen hatte sie nicht gemocht, vom ersten Moment ihrer Begegnung an hatte sie gewusst, dass sie mit diesen Menschen niemals klarkommen würde und hatte es ihnen auch ohne Umschweife gesagt, auch wenn das oftmals mehr als verletzend gewirkt hatte, hielt Lizzy nichts davon, anderen Sympathie nur vorzuspielen. Wieder andere Menschen waren ihr recht gleichgültig gewesen und sie hatte sich nicht weiter mit ihnen beschäftigt. Sie waren ihr sozusagen egal. Doch egal welche Menschen die schöne Hemingway auch getroffen hatte, sie hatte immer recht bald zu sagen gewusst, wie sie zu diesen Menschen stand und wie sie diese einschätzte.
Und dann kam Jonathan, dieser immer nette, attraktive junge Mann, der so anders war als die Menschen die sie bisher getroffen hatte, denn komischerweiße schien er der erste zu sein, der sie schon vom ersten Moment durchschaut hatte. Völlig in Gedanken versunken, ließ sie ihre zarten Finger auch weiterhin über die abgenutzen Tasten des Flügels gleiten, ehe ihr klar wurde, dass er nun bald zum Ende kommen würde, was sie dazu veranlasste noch einige besonders passende Schlussklänge zu dem eben improvisierten Lied beizusteuern.
"Und jetzt sag mir ja nicht, dass du es nicht drauf hast! Wahrscheinlich bist du eins dieser Wunderkinder, die einfach alles können. Ich meine, so wie du Klavier spielst...Jetzt möchte ich mal etwas von dir hören! Und wehe du spielst jetzt vorsätzlich schlecht, dann bekommst du etwas auf die Ohren. Oh und...willst du mir nicht auch mal zeigen was du auf der Geige spielst? Du hast sie ja bestimmt hier...mich interessiert das sehr, vielleicht kannst du mir ja etwas von deinen Stücken beibringen.", murmelte Jo rasch und lächelte sie mit seinem perfekten Zahnpastalächeln an. Es dauerte einen Moment, bis die zierliche Elizabeth registriert hatte, dass seine Worte ein Kompliment waren. Obwohl die Bezeichnung "Wunderkind", sie aus seinem Mund nur halb so viel störte wie sonst, verzog sie das Gesicht zu einer Grimasse. "Sag sowas nicht...", nuschelte sie leise, ehe sie ihn verspielt in die Seite knuffte. "Ich spiele ganz gerne ja, aber bin keinesfalls besser als du. Und klar gerne spiele ich dir was vor. Ich habe vor kurzem angefangen ein neues Lied zu schreiben, was bis jetzt leider noch nicht ganz fertig geworden ist!" Ohne auf eine Antwort seinerseits zu warten, erhob sich die schöne Hemingway auch schon und warf ihr seidiges Haar mit einer gekonnten Bewegung zurück. Leicht tänzelnd lief sie auf einen der dunklen Holzschränke im hinteren Teil des Saales zu, wo sie sogleich ihre Geige hervorkramte. Lizzys Atem stockte, als sie unsicher zurück in die Mitte des Raumes lief, wo sie sich sogleich vor Jonathan aufbaute. Mit schlagenden Herzen, schloss sie die Augen, setzte die Geige an und begann zu spielen.
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Mi Mai 20, 2009 7:33 pm

"Au...", jaulte er scherzhaft als sie ihm in die Seite piekste.
"Das ist nicht fair, ich kann mich ja gar nicht wehren!", meinte er und lachte wieder.
Als sie jedoch ihre Geige nahm, war er muksmäuschen still. Sie schien erst etwas nervös zu sein, doch sobald sie den Bogen am Frosch ansetzte, viel das alles von ihr ab. Ihr Gesicht entspannte sich, auf einmal sah sie aus wie eine Figur eines Engels aus einer Barockkirche.
Und sie spielte wie ein Engel. Das Lied ergriff ihn. Er war hin und weg von ihrem Spiel, das in ihm so viele verschiedene Gefühle aufwirbelte. Einen Zeit lang gab er sich nur der Musik hin, ließ die Regungen in seinem Kopf außen vor und folgte nur den Tönen, die wie silber glitzernde Schmetterlinge durch den Raum zu schweben schienen, dann wieder wie Regentropfen auf hartem Asphalt zersprangen. Ihre Musik malte eine Welt, ein ganzes Leben wurde in ihr abgespielt, sie baute etwas auf, füngte etwas hinzug und am Ende stand man vor einem unglaublichen Klangteppich der einen nicht mehr los lassen wollte.
Er beobachtete das Mädchen weiter beim Spiel. Sie hatte ihre Augen geschlossen, die Anspannung und Trauer schien auf einmal wie weggeblasen, denn sie wurde von dem Stück übernommen.
Als sie geendet hatte, dauerte es eine Zeit, bis er aus seiner Verzückung erwachte und applaudierte.
"Wow, das war fantastisch", lobte er sie, "Möchtest du mir nicht irgendwie etwas mitteilen, das du keine Ahnung Konzertgeigerin bist oder so?", er lächelte, meinte diese Frage halb ernst, halb ironisch.
Mal sehen wie sie darauf reagieren würde.
"Ähm...gehst du heut abend zu der Party? Wenn ja, kannst du gern mit uns gehen, wir sind eine kleine Gruppe und es wäre schön, wenn du auch mitkommen würdest."
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Elizabeth Hemingway
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Fr Mai 22, 2009 1:08 pm

Eine unglaubliche Melodie erhellte den Raum, als Elizabeth Hemingway ihre feingliedrigen Finger über die gespannten Seiten der Geige gleiten ließ. Sie war völlig in ihren Gedanken versunken und von ihrem eigens erschaffenen Klangteppich eingehüllt. Schon lange nicht mehr hatte sie sich so frei und unbeschwert gefühlt! Sogar der Schluss der Lizzy bis jetzt nicht recht gelingen wollte, ging ihr in Jonathans Anwesenheit ganz einfach von der Hand. Die letzten besonders sanften Klänge erfüllten den Raum, ehe auch der letzte Ton versiegte und die schöne Schülerin ihre glänzenden Augen wieder aufschlug. Ihre Wangen leuchteten in einem zarten Rosé als sie ihren Blick wieder auf ihr Gegenüber richtete. "Wow, das war fantastisch, möchtest du mir nicht irgendwie etwas mitteilen, dass du keine Ahnung Konzertgeigerin bist oder so?" Nur für einen kurzen Moment ließ Elizabeth das Gefühl durchschaut worden zu sein. Sie kannte diesen Jungen nun knapp eine halbe Stunde, aber trotz alledem schien er sie besser zu kennen, als ihre eigene Familie, sie besser zu verstehen als sonst jemand auf dieser verwirrenden Welt. Verlegen zuckte die schöne Hemingway mit den Schultern, ehe sie ihren Blick senkte und versuchte ihre eigene Lüge nicht allzu offensichtlich klingen zu lassen: "Ich? Ach quatsch... Aber hey... eigentlich muss ich mich bei dir bedanken, bis jetzt war dieses Lied nur halbfertig gewesen, aber naja... jetzt ging es mir auf einmal ganz leicht von der Hand!" Wie früher, als sie noch ein kleines Mädchen gewesen war, spielte sie auch jetzt an einer ihrer Haarsträhnen herum. Als Jonathan sie fragte, ob sie mit ihm und ein paar anderen Schülerin zu einer Party gehen wollte, war sie vollkommen außer sich. Elizabeth war jahrelange zu Hause unterrichtet worden und hatte es ihren Eltern zu verdanken, dass sie bis jetzt noch nie hatte einfach so um die Häuser ziehen dürfen. Stark bemüht nicht vollkommen aufgekratzt zu wirken antwortete sie: "Was eine Party? und... und du lädst mich ein? äh... ja... ja klar würde ich gerne mitkommen? Wo und wann soll das ganze denn stattfinden?"
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Jonathan Hunt
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Sa Mai 23, 2009 3:51 pm

Auf einmal wirkte sie sehr aufgekratzt, versuchte aber es zu verbergen, weshalb er sich auch nicht anmerken ließ, dass er es gemerkt hatte.
"Jah...eine ganz normale Party, Arius veranstaltet sie, ich hab aber grad vergessen wo, mein Gedächtnis ist halt nicht so das Beste. Er meinte es gibt aber keinen Alkohol, aber wir kommen wahrscheinlich auch ohne aus."
Ich würde sie jetzt gern küssen. Dieser Gedanke kam ihm ganz unerwartet in den Sinn. Hm...vielleicht, aber nein er kannte sie ja noch nicht lang, außerdem würde er sie öfters wiedersehen, also kein Ding für eine Nacht, obwohl er sich damit auch nicht wirklich anfreunden konnte. Er fand sie süß, außerdem waren beide irgendwie auf einer Wellenlänge und was war ihm vorher noch nie passiert.
"Ich mein, das ist jetzt auch kein Date oder so, wir gehen ja schließlich in der Gruppe hin. Sei einfach locker und zieh an was dir gefällt und dann passt das schon. Natürlich, warum sollte ich dich nicht einladen? Ich find dich ziemlich nett und...", er wurde rot, als ihm bewusst wurde, was er geagt hatte. Dann fing er an zu grinsen, wobei er mit der Zunge kurz seinen kleinen Vampirzahn antippte. Seine Oma meinte, er hätte wirklich das Gebiss eines Vampires, weil seine Eckzähne ziemlich lang und spitz waren, aber das mochte er irgendwie. Er hatte es sich angewöhnt, immer wenn ihm etwas peinlich war, oder auch wenn er sich freute mit der Zunge den Zahn anzutippen. Es war eine ziemlich komische Angewohnheit, aber bis jetzt hatte sich noch nie jemand beschwert.
"Wollen wir noch hier bleiben?", er sah auf die Uhr. Der Unterricht war jetzt vorbei, sie hatten mehr als eine Stunde hier verbracht. Außerdem musste er noch zum Rektor. "Also, ich müsste doch mit dem Direx reden. Wenn du willst kannst du mich hinbringen, ich weiß nämlich echt nicht wo ich lang muss, du kennst dich wahrscheinlich schon ein bisschen besser aus. Eigentlich wollte mich ja Brian zu ihm bringen, aber irgendwie...ist er mit Arya verschwunden. Naja mir soll's recht sein, so hab ich dich jetzt gefunden."
Wieder warf er sich mit einer gekonnten Geste die Haare aus der Stirn. Dann stand er auf und klappte den schwarzen Deckel des alten Klavieres zu und strich nocheinmal mit den Händen darüber. Es fühlte sich schön an.

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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Sa Mai 23, 2009 4:52 pm

Schon vom ersten Moment ihres ersten Gespräches an, ja schon davor, war Elizabeth Hemingway klargewesen, dass Jonathan einer der Mensch war, mit dem sie sofort auf einer Wellenlänge schwebte. Sie waren sich wirklich ähnlich, fast so wie Zwillinge! Beide waren sie erst seit kurzem hier an der Schule und beide verband die Liebe zur Musik. Es war wirklich erstaunlich, dass sie an einem Tag der so mieserabel begonnen hatte, jemanden wie ihn begegnete. "Ich mein, das ist jetzt auch kein Date oder so, wir gehen ja schließlich in der Gruppe hin. Sei einfach locker und zieh an was dir gefällt und dann passt das schon. Natürlich, warum sollte ich dich nicht einladen? Ich find dich ziemlich nett und..." Überrascht riss die zierliche Schülerin ihre beeindruckenden, blaugrauen Augen auf und starrte ihr Gegenüber perplex an. Hatte er ihr wirklich gerade ein Kompliment gemacht, das ihm noch dazu eine fast verlegene Röte ins Gesicht steigen ließ? Verwirrt blinzelte Lizzy einmal, zweimal. Ihr Kopf war mit einem mal völlig leergefegt. Sie wollte etwas Schlagfertiges erwidern, doch sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie öffnete ihre fein geschwungenen Lippen ein Stück und schloss sie sogleich wieder, ihr Gegenüber noch immer anstarrend. Wenn man jahrelang als Wunderkind im goldenen Käfig großgezogen wurde, mit falschen Komplimenten überhäuft wurde, konnte einem etwas so einfach ehrliches wirklich noch aus der Fassung bringen. Oder hatte sein Kompliment auch dieses Mal mit bloßer Nettigkeit zu tun? Stumm forschte Elizabeth in den Tiefen von Jonathansugen nach einer Antwort auf ihre Fragen, doch sie konnte dort nicht den geringsten Fehler entdecken, nur Ehrlichkeit. Unvermittelt machte die schöne Hemingway einen kleinen Schritt auf ihren neuen Mitschüler zu , drohte für einen Moment, in seinen Augen zu versinken und hatte für den Bruchteil einiger Sekunden den plötzlichen und absurden Drang, dem durchaus attraktiven Jungen um den Hals zu fallen und ihn zu küssen.
Doch ehe sie diesem lächerlichen Drang nachgehen konnte, hatte sie sich wieder unter Kontrolle und unterbrach den intensiven Blickkontakt. Ihr schlanker Körper entfernte sich wieder ein Stück von dem seinen und Lizzy räusperte sich, um die nun entstandene peinliche Stille zu überbrücken.
„Also…“, sie räusperte sich erneut, erschrocken, wie dünn und unsicher ihre Stimme klang, „Ähm... klar... das war mir schon bewusst. Kein Date einfach nur Party mit ein paar anderen Leuten. Hmm... Vielleicht magst du mich ja irgendwo abholen damit ich mich zusammen mit dir mit den anderen treffen kann?" Ihr stockte der Atem, als er ihr deutlich machte, dass er noch mit dem Direx würde reden müssen und ihrer trauten Zweisamkeit somit ein abruptes Ende bevorstand, was es Elizabeth sichtlich schwer machte ihre nächsten Worte über die Lippen zu bekommen. "Äh... klar... wenn.... wenn du noch zum Direx musst begleichte ich dich da gerne hin. Ist doch selbstverständlich, alleine bleiben will ich auf keinen Fall!"
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Mo Mai 25, 2009 12:50 am

Er sah ihr jetzt genau in die Augen, für sehr lange Zeit sah er ihr einfach nur in die Augen. Es machte sie unsicher, denn sie redete und redete. Er lächelte, antwortete aber nicht. Dann konnte er dem Drang nicht mehr wiederstehen. Zentimeterweise näherte sich sein Gesicht dem ihren bis sich ihre Lippen trafen. Es war nicht für lange Zeit, doch es war schön. Nur wie ein Schmetterlingsflügel der über seine Lippen strich berührte er ihre Lippen, ohne Druck oder sonstetwas dahinter.
Er wusste nicht ob man so etwas überhaupt Kuss nennen konnte, auf jeden Fall verwirrte es ihn sehr. Er war zwar ein Frauenheld, aber das? Soetwas tat noch nicht einmal Jo. Aber es war etwas zwischen ihnen, wie ein leichtes silbernes Band schwebte es durch die Luft.
"Entschuldige", flüsterte er.
Diese Stimmung schien auf einmal irgendetwas besonderes zu haben, der ganze Raum schien auf einer heller zu sein, seine Haut schien zu glitzern. Auch seine Augen glitzerten als er die schöne Hemingway ansah.
"Was machst du nur mit mir?", fragte er, ihr immernoch sehr nahe. Das war doch verrückt was er getan hatte. Seine Augen funkelten voller Freude, Endorphine und Adrenalin schoss durch seinen Körper. Eigentlich war das vollkommen unakzeptabel, aber...vielleicht hatte es ihr gefallen.
Auffordernd sah er ihr lange in die Augen. Wenn sie wollte, dann könnte sie. Das sollte jedenfalls sein Blick vermitteln.
Leicht strich er ihr mit den Fingerspitzen über ihren zierlichen Unterarm, sein Blick ruhte nun auf den vollen Lippen.
Doch dann sah er ihr wieder in die Augen. Was würde sie tun?

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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Mo Mai 25, 2009 6:00 pm

Sprachlos sah Elizabeth in Jonathans unergründliche, blitzende Augen, die er mit einem verwirrenden Verlangen auf sie gerichtet hatte, ganz so, als habe er Mühe, die Kontrolle über sich zu behalten. Er schien das tun zu wollen, was sie sich gerade am meisten wünschte. "Ich kann doch nicht! Ich kenne ihn doch kaum...", flüsterte etwas in ihrem Kopf, während ihr Herz und ihr ganzer Körper eine vollkommen andere Sprache sprachen. Wie von selbst glitten Lizzys feingliedrige Hände über seine Brust hinauf zu seinem markanten Gesicht und umschlossen dieses sanft. Sie konnte seine Anspannung deutlich spüren und auch ihr eigener Körper drängte nach dem unbeschreiblichen Gefühl, die Lippen des Musikers auf den ihren zu spüren. Kaum wahrnehmbar schüttelte die schöne Hemingway den Kopf, stellte sich auf die Zehenspitzen und überbrückte die kurze Distanz, die sie noch voneinander trennte. Als sich ihre Lippen trafen, entlud sich mit einem Schlag alle Spannung, die sich knisternd zwischen ihnen aufgebaut hatte und es war, als hätte jemand ein kleines Feuerwerk in ihrem Bauch gezündet. Ihre Hände fuhren durch Jonathans dunkelblondes Haar und kamen schließlich in seinem Nacken zum Ruhen, während sie sich in seine Arme schmiegte. Der Kuss war zärtlicher und liebevoller, doch mindestens genauso intensiv wie sie es sich nichtmal in ihren kühnsten Träumen vorgestellt hatte und für einen wahnwitzigen Moment lang wünschte sich Lizzy, er würde niemals enden. Ein bisschen war es, als sei die Zeit stehen geblieben und als gäbe es nichts anderes mehr als sie beide und diesen Kuss.
Zumindest bis zu dem Moment, als sich Jonathan vorsichtig von ihr entfernte. Schwer atmend löste Elizabeth ihre Hände von Jo's Nacken und trat mit geröteten Wangen einen Schritt zurück, den Blick unentwegt auf ihr Gegenüber gerichtet. In ihrem Inneren schrie eine empörte Stimme auf und alles in der stolzen Hemingway drängte danach, sich Jonathan erneut zu nähern. Auf ihren halb geöffneten Lippen spürte sie ihn noch immer, diesen Hauch eines Kusses, so lebendig wie flüchtig. Als er sich bei ihr entschuldigte, entfuhr ihr ein unsicheres Kichern. Natürlich hatte sie vor ihn schon ein paar Jungs geküsst, sich danach aber noch nie so aufgeregt und zittrig gefühlt, wie just in diesem Moment. Seine starke Hand auf ihrem Unterarm und die Frage, was sie denn nur mit ihm mache, sollten letztendlich der Auslöser sein, der der völlig verwirrten Hemingway folgende Worte - mehr ein erstickter Hauch - entlocke: "Ist es dir zu unangenehm mich noch einmal zu küssen?". Vorsichtig und ohne auf eine Antwort zu warten, flogen Elizabeths zarte Hände nun an die Seiten von Jonathans Nacken, wo sie nicht eben zärtlich zupackten und das markante Gesicht ihres Gegenübers unnachgibig nach unten zogen. Ihr Atem ging schnell, ruhelos, ungeduldig. Nur wenige Sekunden und sie hätte es wieder spüren können, dieses unvergleichliche Gefühl, wenn ihre Lippen die seinen trafen, die so überraschend weich waren.
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BeitragThema: Re: Musikzimmer   Mo Jun 01, 2009 3:42 pm

out: Sorry, ich war total krank und konnte nicht an den PC. Crying or Very sad
in:
Er war überrascht wie forsch die Braunhaarige auf einmal ans Werk ging. Kurz drehte er den Kopf nochmal weg, aber nicht um sie zu beleidigen, sondern um sich zu setzen. Er setzte sich auf den Klavierhocker und sie sich auf seine Beine. Dann strich er ihr eine Strähne aus dem herzförmigen Gesicht, welche sich aus dem Zopfgummi gelöst hatte. Er lächelte und küsste sie wieder und wieder. Es waren kleine Küsse, vorsichtig und unschuldig. Dann wechselte es. Ihm wurde warm und er merkte wie seine Gefühle langsam in einen nicht mehr ganz normalen Bereich hochschnellten. Mit seiner Hand fuhr er unter ihr Kinn um es jetzt zu sich heranzuziehen und sie leidenschaftlicher zu küssen. Sie öffnete ein Stück ihre Lippen, genug, damit sich ihre Zunge treffen konnten. Er wusste nicht wieviel Zeit verging, in der sie einfach nur so dasaßen. Er konnte seine Hände nicht stillhalten, gilt ihren Rücken herunter, legte dann die Hand auf ihre Hüfte, nur um kurze Zeit später sie auf ihre Taille zu verlagern. Dann zog er sie noch näher an sich heran, als würde jeder Zentimeter der zwischen ihnen war sie stören können, etwas kaputtmachen können.
Ganz am Rade seines Bewusstseins vernahm er ein Klingen und eine Durchsage. Das mit dem Besuch beim Rektor konnten sie jetzt wohl vergessen. Es war Essenszeit. Er hörte wie Leute durch die Gänge liefen, alle sich zur Mensa aufmachten.
Er beendete den Kuss zärtlich und strich ihr dann über die Wange.
"Ich glaub wir müssen aufhören.", als Bestätigung fing sein Magen an zu Knurren. "Das Essen hat angefangen. Wollen wir zusammen hingehen?", aber ohne auf eine Antwort zu warten hob er sie von sich herunter, nahm dann ihre Hand und maschierte zum Ausgang, wo er seinen Rucksack abgestellt hatte.
Mögliche Proteste beachtete er gar nicht, sondern schleifte sie mit zum Abendessen
tbc~Mensa

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